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| Koch |
Der international renommierte
Dirigent Helmut Koch gründete 1963 die Berliner
Singakademie.
Für Helmut Koch war die Musik - alte wie neue - ein menschenveränderndes
Medium, das Komponisten und Interpreten verantwortungsbewußt handhaben sollten. Eine Teilung seiner künstlerischen Aufgaben in eine Art "Werterhaltung"
bei der alten und "Neuerertum" bei der zeitgenössischen Musik hätte er als
absurd zurückgewiesen:
"Weil mir nie ein Mensch begegnet ist", so äußerte er sich einmal, "der
so schizophren war, einerseits museal und andererseits modern zu empfinden.
Alles, was wir machen, machen wir für die Menschen, die jetzt leben, als
Heutige denken und empfinden."
Nach seinem Tod 1975, folgte ihm Dietrich Knothe als Direktor.
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| Knothe |
Als Karl Dietrich Knothe, am 6. Januar 1929 in Dresden geboren, 1966 zum Vizedirektor
der Berliner Singakademie berufen wurde, und schließlich nach Helmut Kochs
Tod die Direktion übernahm, hatte er schon beträchtliche
Chordirigentenerfahrungen
gesammelt:
Er war Kruzianer und Thomaner und hatte das Dirigierhandwerk an den
Musikhochschulen
Leipzig und Berlin-Charlottenburg erlernt.
Dem jungen Korrepetitor am Theater Magdeburg wurde bereits 1955 die Leitung
des hochangesehenen Leipziger Rundfunkchores übertragen.
Lange bevor
die historische Aufführungspraxis in Mode kam, praktizierte sie Knothe mit
der von ihm 1955 gegründeten Capella Lipsiensis.
Es zählt zu seinen ganz besonderen Leistungen, daß er nicht nur auf dieses
exquisite Kammerensemble, sondern auch auf "seine" Rundfunkchöre und die
Berliner Singakademie die ihm beim Kreuzchor und Thomanerchor gewissermaßen
anerzogene schlanke, durchsichtige Tongebung zu übertragen vermochte.
Die für Dietrich Knothe wertvolle Leipziger Zeit wurde nach neunjähriger
Tätigkeit mit einer fristlosen Entlassung aus politischen Gründen beendet.
Den aufrechten Gang, den er schon damals liebte, behielt er auch in den
so schönen wie schwierigen Berliner Jahren bei, in denen er der Singakademie
und dem Rundfunkchor Berlin das unverwechselbare Profil gab.
In seiner künstlerischen Arbeit ließ Dietrich Knothe neben der Chorsinfonik
des 18. und 19. Jahrhunderts immer auch Raum für unbekannte oder vergessene
Werke bedeutender Komponisten. Mendelssohns Magnificat,
Schuberts Lazarus oder E.T.A. Hoffmanns Miserere,
zählen ebenso zum Programm, wie die Werke Hanns
Eislers, denen besondere Aufmerksamkeit gewidmet wurde. Er hatte das
Amt bis 1989 inne.
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| Zimmermann |
1989 wurde Achim
Zimmermann zum Direktor der Berliner Singakademie berufen.
Neben der schwerpunktmäßigen Pflege der Oratorien Bachs und Händels förderte er durch die Gründung des A-cappella-Chors 1991 die gewachsene Kompetenz auf diesem anspruchsvollen Gebiet des Chorsingens.
Mit ihm ist der Chor in ein wiedervereintes Deutschland, in ein wiedervereintes
Berlin gegangen.
Eine Repertoireerweiterung wurde möglich.
Achim Zimmermann nutzte sie und gab Werken der Komponisten des 20. Jahrhunderts
wie Honegger, Martinu, Frank Martin, Arvo Pärt, James McMillan oder Georg Katzer in der Proben-und Konzertarbeit
einen festen Platz.
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